(Post-)digitale Praxis in den darstellenden Künsten

In diesem Jahr bringt #BEYONDDIGITAL in Kooperation mit dem #lichthof_lab und dem Programm »FESTIVALFRIENDS« drei künstlerische Tandems aus in Hamburg und deutschlandweit arbeitenden Künstler*innen zusammen, um gemeinsam das Festival zu besuchen, sich über die Arbeit im Feld der Digitalität auszutauschen und mit weiteren Künstler*innen der Hamburger Szene zu vernetzen.

Das zweitägige Labor lädt zum praktischen Austausch über Methoden, Werkzeuge und ästhetische Fragen ein. Die eingeladenen Künstler*innen bringen Impulse aus ihrer Praxis mit und geben Einblick in ihre Arbeit.

Das Labor ist offen für weitere Künstler*innen, die sich an den zwei Tagen anschließen möchten. Die öffentliche Vorstellung der Künstler*innen und Praktiken findet im Rahmen der #BEYONDDIGITAL Panels am Freitag 01. Juli und Samstag 02. Juli statt.

Infos

• 28. & 29.06.2022
• 12:00 – 17:00 Uhr
• LICHTHOF Theater / Haus E
• Das Labor ist offen für weitere Künstler*innen. Bitte meldet Euch bis zum 27.06.2022 an, die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.
• Anmeldung: beyond@hauptsachefrei.de

Laborant*innen

allapopp

Allapopp (kein Pronomen) arbeitet an der Schnittstelle von Live-Performance, digitalen Medien und Musik. Allas Arbeit konzentriert sich auf techpositive Visionen der Zukunft und queer-feministische Perspektiven auf digitale Technologien. Alla ist Teil von BBB_ und dem dgtlfmnsm Kollektiv.


• Berlin • Offenbach •
homepage-bbb.com

Aka.Alaska

Aka.Alaska / Janne Kummer (sie/they) arbeitet mit hybriden Medien, zwischen Performance und digitaler Kunst. Sie lehrt, forscht und arbeitet zum Einfluss digitaler Technologien auf die (Re)präsentation und Wahrnehmung von Körpern und der Entwicklung queer-feministischer Zukunftsnarrative.


• Berlin •
jannenorakummer.de

Choy Ka Fai

Choy Ka Fai (he/him) ist ein in Berlin lebender Künstler aus Singapur. Seine multidisziplinäre künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Tanz, Medienkunst und Performance. Im Zentrum seiner Forschung steht die kontinuierliche Erforschung der Metaphysik des menschlichen Körpers. Ka Fai schloss sein Studium am Royal College of Art, London, Großbritannien, mit einem Master of Arts in Design Interaction ab.


• Berlin • Düsseldorf •
ka5.info

Dong Zhou

Dong Zhou (kein Pronomen) ist Komponist*in, Multimedia-Künstler*in und Performer*in. Zhou erwarb den B.A. in Musikingenieurwesen am Shanghai Conservatory und den M.A. in Multimedia-Komposition an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Zhous Arbeit wurde in die Microsoft-Klingeltonsammlung "Sound of World" aufgenommen und entstand für das Shanghai International Art Festival, Hamburger CLAB Festival und ZKM. Zhou ist derzeit Doktorandin im ICAM der Leuphana Universität, Mitglied von Stimme X e.V. Zeitgenössisches Musiktheater Norddeutschland und dem Deutschen Komponistenverband Hamburg.


• Hamburg •
dongzhou.live

Fernanda Ortiz

Fernanda Ortiz (she/her) ist eine argentinische Choreografin und Tänzerin, die in Hamburg lebt. Sie kreiert multimediale Arbeiten aus einer intersektionalen und machtkritischen Perspektive. Im Fokus stehen Mensch, Wahrnehmung, Bewegung und Körper in Beziehung zu politischen und gesellschaftlichen Phänomenen. Ihre Arbeiten werden in unterschiedlichsten Orten und Kontexten gezeigt, weil es ihr ein Anliegen ist, Tanz zu Menschen und Räumen zu bringen. Zurzeit forscht und arbeitet sie an der Schnittstelle Tanz und Digitalität, hinterfragt post-digitale und posthumane Narrative und setzt ihre künstlerische Praxis im Digitalen fort. Ihr Projekt RADICAL DANCE SERIES (2021) interaktiven Choreografien ist aktuell beim re:publica22 und documenta fifteen zu erleben.


• Hamburg •
fernandaortiz.com

Flor de Fuego

Florencia Alonso (Flor de Fuego) versteht sich als Künstlerin das digitale Handwerker*in. Sie arbeitet mit Software und Live-Coding um performative Erfahrungen zu schaffen. Ihre künstlerische Forschung dreht sich um die Rolle von Körper, Raum, Code und Chaos. Ihre Arbeiten werden auf internationalen Festivals gezeigt – in Zusammenarbeit mit Künstler*innen und als Solo-Artist.


• Dortmund •
instagram.com/flordefuega

Gloria Höckner

Gloria Höckner (dey/dem) ist freischaffende*r Choreograf*in und Performer*in. Glorias künstlerische Arbeiten beschäftigen sich mit dem Verhältnis des Körpers zu Technologie und Machtstrukturen sowie dem transformatorischen Potential von Klangerfahrungen. Zuletzt experimentierte Gloria mit dem Potenzial von Glitch - Störungen im System und verband digitale und analoge Praktiken. Außerdem kooperiert Gloria immer wieder mit Eucrea - Verband Kunst und Behinderung e.V.. Glorias Stücke wurden u.a. bei TanzHochDrei (K3/Kampnagel Hamburg), dem Performing Arts Festival Berlin, dem Balance/Club Culture Festival Leipzig und Out Now! Bremen gezeigt. Nach dem Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft und Performance Studies war Gloria Residenzchoreograf*in bei K3 -Zentrum für Choreografie Hamburg, am Seoul Dance Center, und Nave in Santiago de Chile.


• Hamburg •
gloriahoeckner.net

Jascha Viehstädt

Jascha Viehstädt studierte zeitgenössischen und klassischen Tanz in Hamburg und Choreografie (MA) am HZT Berlin. Neben seinen eigenen Arbeiten, die in Berlin, Hamburg, NRW, den USA und Malaysia gezeigt wurden, arbeitet er regelmäßig mit Chikako Kaido (Japan/ Düsseldorf), ist Gründungsmitglied der Berliner Dokumentarfilm-Performance-Gruppe Costa Compagnie und produziert im Künstler-Duo Liew \ Viehstädt. Er ist Mitgründer des STUDIO Hammer Deich.
Vor dem Hintergrund seiner beruflichen Erfahrungen im Coding beschäftigt sich Jascha zunehmend mit Software und Tanz. Durch einen offenen Zugang über formlose, körperliche Zustände und der obsessiven Suche nach klaren Strukturen darin, setzt er sich mit der Flüchtigkeit von Bewegung, Formalismen im Code und deren gegenseitiger Beeinflussung auseinander.


• Hamburg •
jaschaviehstaedt.com

Jorge Guevara

Jorge (they/he/she) ist ein kolumbianischer Designer und Künstler. Derzeit untersucht er als Guestreseacher bei Motion Bank / Hochschule Mainz die grafische Repräsentation von Tanz in VR. In seiner Arbeit untersucht er Interface-Technologien aus soziologischer Perspektive und rückt dabei den Körper in den Fokus. Jorge entwickelt performative Frameworks, bei denen die Begegnung von Menschen im Mittelpunkt steht. Ein Schwerpunkt Jorges Arbeit liegt auf der Dekolonisierung von Wissen, bei der der Körper als Quelle von Heilung wirkt.


• Brüssel • Mainz •
jorgeguevara.myportfolio.com

Jost von Harleßem

Jost von Harleßem (he/him) studierte er Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft an der Universität Erlangen- Nürnberg und Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Neben seinen eigenständigen Arbeiten fungiert er als technischer Gestalter für Licht-, Video- und Bühnenkonzeptionen.
Unter dem Label F. Wiesel entwickelt er zusammen mit Hanke Wilsmann Theaterabende, die digitale Medien mit Figuren- und Objekttheater, Live-Videotechnik mit Szenografie, Klangdesign und Textproduktion verbinden. Das Ergebnis sind hypermediale Erzählungen mit Passion für Details.


• Frankfurt •
flinkwiesel.de

Leo Hofmann

Leo Hofmann kreiert, komponiert und spielt Musiktheater, Performances, Hörspiele und Installationen. Er arbeitet mit Stimme, Elektronik und Bewegung, untersucht die Medialität von Musik, das Visuelle im Musizieren und das Körperliche im Klang.
Seit Abschluss des Master-Studiums ‘Contemporary Arts Practice’ an der Hochschule der Künste Bern erhielt er diverse Auszeichnungen und Förderungen, darunter die Residenz ‘Studio Roma’ des Istituto Svizzero, den ‘Giga-Hertz Förderpreis für elektronische Musik’ des ZKM Karlsruhe, den Schweizer Performancepreis, sowie die Künstlerresidenz ‘Villa Aurora’ in Los Angeles. Gemeinsam mit dem Hamburger Musiktheaterregisseur Benjamin van Bebber arbeitet er mit Stimme und Musik als Möglichkeiten von Kommunikation und Resonanz.


• Hamburg, Zürich •
leohofmann.com

Naoto Hieda

Naoto Hieda ist Medienkünstler aus Japan, lebt in Deutschland und hat einen Hintergrund im Ingenieurwesen (B.Eng. am Tokyo Institute of Technology, Japan und M.Eng. an der McGill University, Kanada). Naoto studiert derzeit an der Kunsthochschule für Medien Köln und arbeitet international für Theaterproduktionen und in den Bildenden Künsten. In seiner künstlerischen Arbeit befragt er die produktive Qualitäten des Codings und spekuliert über neue Formen, Post-Coding durch Neurodiversität und Live-Coding.


• Köln • Dortmund •
naotohieda.com

Susanne Reifenrath

Susanne Reifenrath (she/her) ist freie Regisseurin und Dramaturgin, Produzentin und Performerin und gründete 2008 gemeinsam mit Marc von Henning das Label Meyer&Kowski. Sie ist u.a. Dozentin für freies Theater an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, war erste Vorsitzende des DfdK Hamburg, Vorstandsmitglied des BFDK und des Theaterbeirats für Projektförderung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur. Ihr erstes digitales Projekt war “Die Akademie der angewandten Missverständnisse”, beim Festival Haupsache Frei #8 zeigt sie ihr Solo DER MANIPULIERTE SEX.


• Hamburg •
meyerundkowski.de